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The Spirit of Christmas

Der beste Weihnachtsfilm seit langer, langer Zeit! Die Eröffnungsszene – ein Mord. Dann ein Zeitsprung zum eigentlichen Beginn – eine kluge, hübsche Frau in einem unerwarteten, cleveren, witzigen Dialog und sie hatten mich!

Ein gutaussehender Mann und eine ebensolche Frau, ein Spukhaus, Geister, ein Rätsel der Vergangenheit, verschneites Vermont und Weihnachten – mehr braucht es nicht für eine spannende, romantische und humorvolle Geschichte. Nicht einmal viel Personal ist nötig, wenn so gut erzählt wird wie hier. Ja, ich klinge schwärmerisch, weil ich total begeistert bin. Und obendrein war das Ende bis zur allerletzten Minute eine Überraschung.

Der Film ist eine wunderbare Abwechlsung nach den vielen seichten Weihnachtsfilmen, die so laufen und die eigentlich immer nur Variationen derselben zwei oder drei Ideen sind. Ich habe ihn auf Netflix gesehen und gerade dort sind mir in den letzten Tagen amerikanische Weihnachtsfilme untergekommen, die so grauenhaft schlecht synchronisiert sind, dass ich sie entweder auf den Originalton umgeschaltet oder komplett abgebrochen habe. Nicht, dass sie inhaltlich falsch gewesen wären, nur unsympathische Stimmen mit einer vollkommen falschen Akustik (z.B. totaler Hall in einem vollgestopften Flugzeug) und alle mit einem ganz merkwürdigen, englisch angehauchten Akzent.

Zurück zu diesem Film: Er läuft auf Netflix im O-Ton, aber es gibt sehr gute deutsche Untertitel. Vielleicht kriegt man ihn auch irgendwo auf DVD, ich hab ihn allerdings nicht gefunden (hätte ihn aber selbst gern für meine Sammlung).

Zum Inhalt: Die sehr auf ihre Karriere bedachte und bislang eher unromantische Anwältin Kate erhält kurz vor Weihnachten den Auftrag, ein Haus in Vermont schätzen zu lassen und für den Verkauf vorzubereiten, da die Besitzerin gestorben ist und es keine Erben gibt. Das Haus ist schon seit Generationen im Familienbesitz und ein Gasthaus. Ein erhebliches Problem bei dem Vorhaben ist allerdings das Gerücht, dass es dort spuken soll. Kate gibt nichts auf Geistergeschichten und quartiert sich in dem leeren Haus ein, trotz Protest des Verwalters. Dieser wiederum gedenkt nicht zu bleiben, denn zwischen dem 13. und dem 26. ist das Gasthaus geschlossen – jedes Jahr. Kate muss also allein dort wohnen und siehe da, sie trifft einen Geist – Daniel. Den Rest der Geschichte verbringen sie mit Graben in der Vergangenheit, Aufklärung des Mordes, Daniels Erlösung, sich Verlieben, Weihnachtlichem und immer wieder auch Kates beruflichen Aufgaben, die ärgerlicherweise ständig dazwischenfunken. Rein zufällig habe ich mir den Film gestern angesehen, am 13. Dezember, und ausgerechnet dieses Datum spielt in der Handlung eine große Rolle. Witzig. 🙂 Also von mir gibt es hiermit eine volle, herzliche und wärmste Empfehlung!

Der Weihnachtsfaktor
Überwiegend bleibt es hier beim Üblichen – es liegt beständig Schnee und ist kalt, die Handlung beginnt am 12.12. und endet am 25. (also am Weihnachtstag), zuerst ist nicht viel Festliches im Haus, aber so nach und nach gibt es eine Feier, Deko, ein Christbaum kommt dazu und schließlich der obligatorische Weihnachtsball. Extra Weihnachtsflair entsteht dadurch, dass Daniels Geheimnis mit Weihnachten zu tun hat. Erst dachte ich, es ginge um die berühmten „12 Days of Christmas“, aber die sind zwischen Weihnachten und dem 6. Januar. Trotzdem, ich vermute, sie haben im Hintergrund als Inspiration für die 12 Tage vor Weihnachten gedient, die in Daniels Existenz eine Rolle spielen.

 

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